Sennheiser hat nach eigener Aussage mit der Auslieferung des Spectera-SKM-Handsenders begonnen und damit die Kernelemente seines bidirektionalen drahtlosen Breitbandsystems vervollständigt.
Der digitale Handsender überträgt Audio mit extrem niedriger Latenz, erlaubt die Fernkonfiguration wichtiger Parameter sowie ein kontinuierliches Monitoring und die Anzeige seines Betriebszustands.
Monitor- und Steuerdaten laufen dabei im selben HF-Breitbandkanal wie die Audiodaten. Der Spectera-Handsender hält kontinuierlich eine bidirektionale Verbindung zur Base Station, dadurch können Batteriestatus, HF-Leistung, Audiopegel, Signalstärke und Verbindungsqualität in Echtzeit überwacht sowie wichtige Mikrofonparameter wie Gain und Low-Cut per Fernzugriff angepasst werden.
Der Spectera SKM nutzt die Breitband-WMAS-Technologie des Herstellers: Anstatt wie bei Schmalbandsystemen für jeden zusätzlichen Handsender einen eigenen Empfänger hinzuzufügen und zu koordinieren, kann der SKM als weiteres Gerät in den HF-Breitbandkanal integriert werden. Die Breitbandlösung soll damit die HF-Planung vereinfachen, die Übertragung unempfindlich gegenüber HF-Fading machen und Produktionsteams mehr Sicherheit beim Einsatz drahtloser Mikrofone in dicht belegten HF-Umgebungen geben.
Der Handsender ist in UHF- und 1,4-GHz-Varianten erhältlich, verfügt über ein robustes Metallgehäuse mit OLED-Display und nutzt die gleichen Akkus (BA 70 oder BA 70 2.2) wie auch der Spectera SEK-Bodypack. Die Latenz des digitalen Funkmikrofons reicht laut Hersteller bis zu 1,0 ms hinunter; die Daten werden nach AES 256 verschlüsselt.
Um unterschiedlichen Stimmen, Anwendungen und Umgebungen gerecht zu werden, lässt sich der Spectera SKM mit einer breiten Palette von Sennheiser- und Neumann-Mikrofonkapseln kombinieren, darunter auch die neuen Kapselköpfe KK 104 A und KK 105 A von Neumann.
Bild oben: Sennheiser