Der österreichische Privatsender kronehit hat auf der NAB 2026 die SLG Broadcast AG und die Lawo AG offiziell mit der vollständigen Erneuerung seiner gesamten Studiolandschaft beauftragt. Die Vereinbarung wurde am Lawo-Messestand durch einen Handschlag zwischen Marc Straehl (CEO SLG Broadcast), Jamie Dunn (CEO Lawo) und Martin Holovlasky (CTO kronehit) öffentlich besiegelt.
Über ein Jahrzehnt gemeinsamer Infrastrukturentwicklung
Die Zusammenarbeit zwischen kronehit und SLG Broadcast reicht über zehn Jahre zurück. 2015 realisierte SLG Broadcast die technische Ausstattung des kronehit-Funkhauses auf Basis von sapphire-Mischpulten – ein Projekt, das den Ausgangspunkt einer kontinuierlichen Modernisierung der Produktionsumgebung markierte. 2017 folgten die Ausstattung eines Übertragungswagens mit einem sapphire Compact, die Erweiterung bestehender Studios um zusätzliche I/O-Kapazitäten sowie der schrittweise Aufbau Power-Core-basierter Strukturen.
Zwischen 2018 und 2024 begleitete SLG Broadcast mehrere Migrations- und Ausbauphasen, die den Übergang zu vollständig IP-basierter Audioproduktion vollzogen. Dazu zählten die Integration des Lawo A__UHD Core, der Aufbau eines Ravenna-basierten Audio-over-IP-Netzwerks sowie die laufende Anpassung der Infrastruktur an veränderte Produktions- und Distributionsanforderungen.
Das Systemmanagement läuft zentral über Lawos VisTool; auch die Studiotelefonie wurde auf IP umgestellt und in die Lawo-Infrastruktur eingebunden. Leitgedanke war dabei durchgehend ein ganzheitliches, konsistentes System, das Technik, Redaktion und Betrieb miteinander verbindet.
Diamond-Konsolen und redundanter Core als nächster Schritt
Vor diesem Hintergrund ist die auf der NAB 2026 vereinbarte Erneuerung der gesamten Studiolandschaft die logische Fortsetzung dieser Entwicklung. Künftig arbeiten alle Studios mit fünf diamond-Audiomischpulten, jeweils gekoppelt mit einer Power Core Audio Engine. Das diamond-System basiert auf einer vollständig IP-nativen Architektur und ist auf parallele, automatisierte Produktionsworkflows im 24/7-Sendebetrieb ausgelegt.

Der bestehende Lawo A__UHD Core wird zu einem vollständig redundanten Setup ausgebaut und übernimmt die Rolle des zentralen Audioproduktions-Backbones. Die Plattformarchitektur ermöglicht flexible Studiokonfiguration, dynamische Ressourcenzuweisung und Anpassungen im laufenden Betrieb.
SLG Broadcast verantwortet neben Planung und Implementierung auch Workflow-Design und Prozessoptimierung. Ergänzend kommt die SLG Broadcast Suite zum Einsatz – ein eigenes Software-Werkzeug zur Überwachung und Analyse komplexer Broadcast-Systeme, das in das Lawo-Ökosystem eingebunden wird.
Bild oben: Martin Holovlasky, CTO von kronehit (Bild links) und Lawo-CEO Jamie Dunn besiegeln ihre Zusammenarbeit