Wo lässt es sich über die Zukunft von Sport- und Liveerlebnissen besser diskutieren als vor der gigantischen Kulisse eines Stadions? Gemeinsam mit Partnern hatte die FKTG-Regionalgruppe Rhein-Main am 30. Juni 2026 daher ins Stadion von Eintracht Frankfurt zum Media Day 2026 geladen. Rund 60.000 Fans können hier normalerweise live bei einem Event mitfiebern. „Verkauft werden könnten jedoch deutlich mehr Tickets“, ist Detlev Kuehne (Cisco) überzeugt. Neue, immersive Technologien könnten dabei helfen, den tatsächlichen Bedarf zu befriedigen und auch Fans das Erleben der Live-Atmosphäre des Stadions zu ermöglichen, die ansonsten nicht die Chance hätten, dabei zu sein.
Live-Erlebnis wie im Stadion – von jedem Ort der Welt
Damit das gelingt und sich Fans an jedem Ort der Welt live im Stadion wähnen können, reicht es aber nicht aus, einfach eine Kamera aufzustellen und nur eine bestimmte Perspektive zu zeigen. Gefordert sei ein 360°-Setup, das jeden Blickwinkel so zeigt, wie ihn auch der Zuschauer im Stadion erleben kann, so Haarpret Rains (DXC). Die Technologie dahinter konnten die Teilnehmenden gleich live vor Ort erleben: Das gemeinsam von DXC Technology, Nokia und 3Q vorgestellte XR- und Multimedia-Ökosystem erfasst, verarbeitet, orchestriert und distribuiert Live-Erlebnisse und ermöglicht auch deren Bereitstellung.

Doch wer profitiert außer den Fans eigentlich wie von immersiven Technologien? Thomas Hainzel (Nokia) brachte dies in seinem Vortrag auf den Punkt: So könnten Broadcaster, Produktionsfirmen und Innovationsverantwortliche mit Hilfe dieser Technologien völlig neue Formate entwickeln und Rechteinhabern vorstellen. Auch für Sportorganisationen wie Liegen und Clubs könnten diese für die Nachbereitung und Analyse dienen, sodass die gesamte Wertschöpfungskette im Live-Sportbereich profitieren würde.
Es ging beim Media Day 2026 aber nicht nur zum zukünftige Erlebnisse. So berichteten Georg Döller und Julien Schwarz vom ZDF über die Produktion der Olympischen Winterspiele 2026, die von ARD und ZDF gemeinsam in Mainz abgewickelt wurde. Eine Herausforderung dabei war, so Döller, vor allem die Tatsache, dass es keinen zentralen Venue gab, sondern mehrere, verteilte Veranstaltungsorte.

Media Day 2026 als Plattform für Austausch
Für Jan Bohacek (RTL), gemeinsam mit Detlev Kuehne (Cisco) und Kim Seidler (DXC) Gast des von Ulf Genzel moderierten Themenpanels „The Next Seat: Digitale Erweiterung von Live-Events“, war der Austausch beim Media Day sehr förderlich, gerade in Zeiten einer dynamischen Marktsituation. Georg Döller (ZDF) fasst es so zusammen: „Nichts bleibt wie es ist, aber wir können auch nicht stehenbleiben.“ Lebenslanges Lernen und die Auseinandersetzung mit neuen Technologien seien erforderlich.
Der Media Day 2026 bot dazu als Plattform vielfältige Möglichkeiten, Technologien live zu erleben, aber auch über das Gesehene zu sprechen und Erfahrungen zu teilen. Weitere Stimmen zum Event sowie einen kurzen Einblick in die Diskussionen und Präsentationen im nachfolgenden Clip:
Aufmacher: Panel-Diskussion: Moderator Ulf Genzel mit Jan Bohacek (RTL), Detlev Kuehne (Cisco) (alle Bilder und Video: FTKG RG Rhein-Main/ DXC Technology)