Die Europäische Union unterstützt im Rahmen von Horizon Europe das Projekt HUMAIN mit 4,3 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung von Rahmenbedingungen und praxisnahen Werkzeugen für einen verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in den Kultur- und Kreativbranchen.
Ausgangspunkt des im Juni 2026 gestarteten Vorhabens ist die wachsende Bedeutung von KI-Anwendungen in Film, Mode und Musik. Anhand dieser Branchen untersucht HUMAIN rechtliche, ethische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen: Welche Chancen eröffnet KI für die Entstehung, den Zugang und die Nutzung kultureller Werke, welche Risiken sind damit verbunden?
Zwei zentrale Ergebnisse sind bereits definiert: das HUMAIN Toolkit, eine fortlaufend erweiterte Sammlung von Leitlinien und Methoden für den KI-Einsatz, sowie der Copyright Navigator, ein mehrsprachiges KI-gestütztes Recherchetool zu urheberrechtlichen Fragen. Ergänzend erarbeitet das Konsortium politische Handlungsempfehlungen, die Kreativschaffende, Technologieexperten, Forschende und politische Entscheidungsträger mit dem Ziel zusammenführen sollen, geistiges Eigentum zu schützen, menschliche Kreativität zu honorieren und kulturelle Vielfalt zu bewahren.
Unter den neun Projektpartnern aus sechs Ländern ist auch das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF), das im Rahmen von HUMAIN KI-Anwendungen zur Rekonstruktion verlorener oder beschädigter Filmbestandteile erforscht, etwa historischer Zwischentitel.
Die Projektlaufzeit erstreckt sich bis zum 31. Mai 2029.
Projektpartner:
Jagiellonian University (PL), European Fashion Heritage Association (IT), Ethinicon Metsovion Polytechnion (GR), Fundacja Centrum Cyfrowe (PL), Universidad de Valladolid (ES), Stichting VU (NL), DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum (DE), Polish Chamber Musicians' Association (PL), Maggioli SPA (IT)
Pixabay/Shawn Suttle (KI-generiert bzw. mit KI bearbeitet)