FKTG-Regionalgruppe Köln bringt Broadcast, Live-Events und Theater zusammen

Angela Bünger
Unter dem Motto „Broadcast, Event, Theater - Synergie oder Silo?“ diskutieren am 28. April 2026 in Hagen Fachleute aus drei Produktionsdisziplinen in zwei Gesprächsrunden.

Die Grenzen zwischen Broadcast, Live-Event und Theater verschwimmen. Technologien wie IP-basierte Produktionsumgebungen, Echtzeitgrafik, Virtual Production, immersive Audioformate und hybride Distributionswege treiben diese Entwicklung voran und verändern Workflows, Rollenprofile und Produktionsstrukturen. Dies führt teils zu kontroversen Diskussionen auf Seiten von Lösungsanbietern und Anwendern.

Genau diesen Wandel will der Netzwerkabend der FKTG-Regionalgruppe Köln am 28. April 2026 bei Gastgeber GO4IT! in Hagen aufgreifen. Unter dem Motto „Broadcast, Event, Theater - Synergie oder Silo?“ diskutieren Expertinnen und Experten aus drei Produktionswelten über technische Entwicklungen, veränderte Arbeitsprozesse und die politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche.

 

Strukturwandel zwischen Technik, Kreativität und Produktion

„Wir erleben derzeit eine Phase, in der sich vormals getrennte Produktionskulturen immer stärker überlagern“, sagt Benedikt Krönung, Teil der Regionalleitung Köln. „Gerade deshalb braucht es Orte, an denen sich Ingenieurinnen und Ingenieure, Kreative und Produzierende austauschen können über technische Standards genauso wie über strategische Überlegungen.“

Im Zentrum der Diskussion stehen grundlegende strukturelle und technologische Entwicklungen der Branche. Dabei geht es unter anderem um die weiterhin bestehenden Unterschiede zwischen Broadcast, Eventproduktion und Theaterbetrieb sowie um neue Technologien, die zunehmend gemeinsame Produktionsumgebungen ermöglichen. Ebenso wird beleuchtet, wie sich dadurch Arbeitsprozesse verändern und welche Auswirkungen dies auf Rollenprofile zwischen Engineering, Gestaltung und Produktion hat.

Auch die Perspektive der Content-Owner spielt eine wichtige Rolle. Denn wer Inhalte produziert, steht zunehmend vor der Aufgabe, Formate so zu entwickeln, dass sie unterschiedliche Ausspielwege gleichzeitig bedienen, vom Live-Publikum im Raum bis zur Community auf digitalen Plattformen.

„Viele Produktionen richten sich heute parallel an mehrere Öffentlichkeiten“, erklärt  Co-Regionalleiter Thomas Wildenburg. „Das verändert nicht nur technische Infrastrukturen, sondern auch Produktionsprozesse, Budgets und Verantwortlichkeiten.“

 

Fokus auf Live-Produktionstechnik und strategische Entwicklungen

Moderiert werden die beiden Panels von Kim Seidler und Ulf Genzel. Neben aktueller Produktionstechnik für Live-Broadcast-Events soll es dabei auch um branchenübergreifende Themen wie strategische Entwicklungen gehen.

„Live-Produktionen entstehen heute häufig gleichzeitig für Broadcast und digitale Plattformen. Uns interessiert im Panel vor allem, wie sich neue Broadcast-Workflows mit den Produktionsrealitäten verbinden“, sagt Kim Seidler. „Dabei geht es nicht nur um neue Tools, sondern um die Frage, wie Teams künftig zusammenarbeiten.“

„Technologische Innovation allein reicht nicht aus“, betont Ulf Genzel. „Wir müssen auch über wirtschaftliche Strukturen, den zunehmenden Fachkräftemangel und über politische Rahmenbedingungen sprechen, die entscheiden werden, wie sich die Produktionslandschaft in den kommenden Jahren entwickelt.“

Die Veranstaltung versteht sich bewusst als interdisziplinärer Austausch im Sinne der FKTG und richtet sich an Fachleute aus Medien- und Veranstaltungstechnik, Produktion, kreativer Entwicklung und Innovationsmanagement.

Organisiert wird der Abend in Kooperation mit der DTHG und dem VTFF.

 

=> Weitere Informationen zum Event und zur Anmeldung

 


Bild oben: KI-generiert mit DALL.E

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