Mailänder Scala modernisiert Intercom

FKTG-Journal
Das Teatro alla Scala hat seine gewachsene Intercom-Infrastruktur durch ein System auf Basis von Riedel-Technologie ersetzt

Das Teatro alla Scala hat seine Backstage-Kommunikationsinfrastruktur grundlegend erneuert. Kern des Projekts ist die Ablösung einer gewachsenen, heterogenen Gerätelandschaft durch ein einheitliches drahtloses Intercom-System, das auf den Lösungen Bolero, NSA, RiFace und PunQtum von Riedel basiert.

 

Ausgangslage und Systemarchitektur

Die architektonische Struktur des Hauses mit mehrgeschossigem Bühnenturm, Orchestergraben, akustisch sensiblen Regiekabinen und weitläufigen Foyers erschwerte eine verlässliche Funkabdeckung mit dem vorhandenen Equipment. Unterschiedliche, nicht interoperable Systeme in den einzelnen Gewerken führten zu Koordinationsproblemen im Produktionsalltag.

 

Bühnenbereich des Teatro alla Scala (alle Bilder: Riedel Communications)

 

Das neue System basiert auf dem drahtlosen DECT-Intercom-System Bolero von Riedel, ergänzt durch RiFace für die UHF-Integration der Rigging-Crews (45 Kanäle), NSA zur Anbindung produktionsexterner Drittsysteme des Streaming-Bereichs sowie PunQtum-Endgeräte für spezifische Einsatzbereiche. Die Abdeckung erstreckt sich über Bühne, Bühnenturm, Backstage, Orchestergraben, Foyers, Museum sowie Licht- und Tonkabinen.

 

Betriebliche Auswirkungen

Nach Angaben des Hauses haben sich Einrichtungszeiten verkürzt und abteilungsübergreifende Abstimmungsprozesse vereinfacht. Kleinere Teams können standortverteilt arbeiten, ohne Verbindungsunterbrechungen in Kauf nehmen zu müssen. Wartungsaufwand und ungeplante Ausfälle seien zurückgegangen.

Die Installation liefert damit einen praxisnahen Referenzfall für die spezifischen Anforderungen großer Spielstätten: RF-Stabilität in architektonisch komplexen Umgebungen, Gewerke-übergreifende Interoperabilität und niedrige Einstiegshürden für gemischte Nutzergruppen.

 

Youtube-Video zum Projekt:

 

Quelle: Youtube / @RiedelNet

 

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