Die beiden Regionalleiter Klaus Sandig und Prof. Hans-Peter Schade haben die Mitglieder der Thüringer Regionalgruppe zu diesem Treffen eingeladen, um allen ganz herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken und das Jahr mit Berichten zu Aktivitäten noch einmal Revue passieren zu lassen.
So berichteten die Organisatoren Klaus Sandig und Prof. Hans-Peter Schade über das sehr erfolgreich durchgeführte Thüringer Mediensymposium „Quo vadis Medienproduktion?“, das 2025 in dieser Form in Erfurt bereits zum sechsten Mal stattfand und auf große Resonanz stieß. Mehr als 100 Teilnehmerrinnen und Teilnehmer konnten am 18. und 19. November 2025 den 16 überaus interessanten Vorträgen folgen. Diese befassten sich mit der Weiterentwicklung der Medienproduktion, u. a. mit DMF (Dynamic Media Facility) - den zukünftigen softwarebasierten Produktionseinrichtungen, den sich verändernden Workflows sowie den Cloud- und Remoteproduktionen. Weitere Inhalte betrafen Umsetzungsbeispiele der ARD-Strukturreform sowie den Einsatz von generativer KI und deren Grenzen. Mit dem Thema C2PA wurde auch der Technologieansatz für die Entwicklung von Standards und Tools zur Sicherung der Authentizität und Herkunft digitaler Medieninhalte dargestellt bis hin zu sehr praktischen Erfahrungen bei der Fehlersuche im ST2110-Umfeld.
In einem weiteren Punkt wurden mit Dr. Uwe Kühhirt als KEF-Mitglied (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) die Auswirkungen des Medienreformstaatsvertrags diskutiert, insbesondere fokussiert auf die technischen Weiterentwicklungen. Steht die Abschaltung von UKW oder DVB-T2 in einiger Zeit auf der Agenda? An welchen Stellen lassen sich durch Strukturreformen nennenswert Kosten einsparen? Die geplante Zukunft des KIKA als ausschließliches Streamingangebot wurde intensiv beleuchtet, setzt es doch bei allen Kindern einen Onlinezugang voraus, um gleichberechtigte Teilhabe zu gewähren.
Ein weiteres Thema betraf die KI-Anwendungen innerhalb der Medienproduktion, ihren Auswirkungen auf die Berufsfelder und damit auch den Änderungen in den Berufsbildern. Prof. Karlheinz Brandenburg informierte über den Stand und die Weiterentwicklung der Mehrkanalübertragung mittels Kopfhörer mit dem System „Okeanos Pro“ für die räumliche Audiowahrnehmung.
Für alle Teilnehmer war es ein sehr interessanter Gedanken- und Informationsaustausch und ein angenehmer Jahresabschluss innerhalb der FKTG-Regionalgruppe.
Bild: © Regionalgruppe Thüringen (bearbeitet von FKTG-Redaktion)